Die Stirnseite der Kirche in der Straßenlinie wird vertikal durch monumentale Pilaster mit Gesimskapitellen, Längsfenstern und Nischen gegliedert. Das Interieur ist einschiffig. Im Schiff wird es durch eingezogene Pfeiler, im Heiligtum durch Pilaster mit Kapitellen gegliedert. Auf das imposante Krongesims sind die preußischen Barockgewölbe aufgesetzt. Der älteste erhaltene Teil des Interieurs ist die reich verzierte Kanzel aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Sie wurde von dem Meister verfertigt, der auch an der Herstellung des Altars in der Kapelle der Kesmarker Burg teilnahm. Der Hauptaltar der Paulanerkirche, der der Verkündigung an die Jungfrau Maria geweiht ist, wurde im Jahre 1772 aus dem Stuck hergestellt. Es nimmt den ganzen hinteren Teil des Heiligtums ein. Die Plastiken des Gott-Vaters, verehrender Engel, des Hl. Joachims und der Hl. Anna verfügen über außergewöhnliche Ausdruckskraft. Der Altar ist der einzige Stuckaltar des Kesmarker Bildhauers und Stuckateurs Ján Feeg. Feeg arbeitete sehr oft mit dem Kunstmaler Imrich Jagušič zusammen, der für die Kesmarker Kirche die Bilder des Hl. Paulus, des Eremiten und des Hl. Josephs – des Ehemanns der Jungfrau Maria – aufmalte. Im 19. Jahrhundert wurden hier die zwei Barock-Seitenaltäre – der Altar des Hl. Paulus, des Eremiten und der Altar der Hl. Anna - aus der Kirche des Hl. Kreuzes übertragen. Sie entstanden in der Werkstatt des Kesmarker Holzschnitzers Ján Lerch um 1730.
Die ganze Kirche stellt fast einheitlich die Entwicklung einer Kunstepoche dar – von dem Früh- über den Hochbarock bis zum Rokoko-Ende.






